Präeklampsiescreening in der 12.–14. SSW

In ca. 2 Prozent aller Schwangerschaften entwickelt sich ein Bluthochdruck, der in Kombination mit einer vermehrten Eiweissausscheidung  im Urin auch Präeklampsie genannt wird. Gelegentlich muss die Schwangerschaft sogar vorzeitig beendet werden, weil es zu einer Unterversorgung des Feten gekommen ist und auch der Bluthochdruck für die Schwangere gefährlich werden kann. Ob ein erhöhtes Risiko für die Schwangere besteht, eine Präeklampsie zu entwickeln kann individuell abgeschätzt werden.

Aus folgenden Faktoren kann eine Wahrscheinlichkeit berechnet werden: Krankenvorgeschichte, mütterlichen Parametern wie z.B. Gewicht und aktuellem Blutdruck, sonografische Blutflussmessungen in den Gebärmutterarterien (sog. Dopplersonographie) und einer mütterlichen Blutuntersuchung mit Bestimmung von PAPP-A und PlGF. Bei einem erhöhten Risiko kann die Einnahme von Aspirin 100mg pro Tag ( Beginn vor der 16. SSW ) das Entstehen einer Präeklampsie in vielen Fällen wirksam verhindern.

Ob diese Untersuchung indiziert ist (z.B. wenn in der vorherigen Schwangerschaft bereits eine Präeklampsie aufgetreten ist) und auf Krankenkassenkosten durchgeführt werden kann, muss im Einzelfall geklärt werden. Leider muss zumindest die Blutuntersuchung privat bezahlt werden und kostet ca. 42 Euro.