Unternehmensphilosophie des Pränatalzentrums

Das Pränatalzentrum entstand aus der Erkenntnis, dass in den westlichen Industrienationen das durchschnittliche Gebäralter der Mütter immer höher wird und zugleich das Bewusstsein um die Risiken einer Schwangerschaft zugenommen hat.

Das Wissen um Risiken ist insbesondere bei Schwangerschaften auch immer mit Ängsten verbunden. Dem Gründer des Pränatalzentrums Hamburg war es ein grundlegendes Bedürfnis, Schwangeren so frühzeitig und so umfangreich wie möglich durch Feststellung eines gesunden Feten diese Ängste zu nehmen.

Pränataldiagnostik stellt mittlerweile einen wesentlichen Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge dar. Ziel ist die frühzeitige und korrekte Erfassung von Störungen der embryonalen und fetalen Entwicklung. Derartige Störungen werden immer früher diagnostiziert. Trotz der damit verbundenen Komplexität sind sowohl den fetalen als auch den maternalen Ansprüchen Rechnung zu tragen, woraus sich ethische Konzepte ableiten, die den Umgang mit beiden, uns anvertrauten Patienten beeinflussen.

Der moralische Status des Feten, die Autonomie der Mutter und die Aussichten einer therapeutischen Beeinflussbarkeit der individuellen Gesundheitsstörung bedingen eine Abwägung jedes Einzelfalles und ein Netzwerk, in das neben Gynäkologen insbesondere auch
Humangenetiker eingebunden sein müssen. Zusätzlich ist es erforderlich, gegebenenfalls für die jeweilige fetale Anomalie Spezialisten für die Postnatalphase zu Rate zu ziehen.

Um diese Ziele zu erreichen, legen wir im Pränatalzentrum besonderen Wert auf folgende Verfahrensweisen:

  • Immer frühere Diagnostik von fetalen Anomalien, um die Traumatisierung einer zu weit fortgeschrittenen Schwangerschaft zu vermeiden.
  • Senkung der Risiken bei der pränatalen, invasiven Diagnostik (Amniozentese und Chorionzottenbiopsie) durch professionelles Management und Durchführung einer großen Anzahl von entsprechenden Eingriffen und der damit verbundenen Erfahrung.
  • Zurverfügungstellen einer umfassenden humangenetischen Beratung.
  • Erstellung der Ergebnisse der invasiven Diagnostik in so kurzer Zeit wie möglich.
  • Benutzung des technischen Materials (z.B. Ultraschallgeräte) auf dem derzeitig höchsten technischen Niveau.
  • Entwicklung und Durchführung von Techniken unterhalb des Levels invasiver Diagnostik (Diagnostik von Softmarkern, Messung der Nackentransparenz und sog. Zusatzmarder wie z.B. des Nasenbeins, Etablierung und Durchführung von serologischen Testverfahren).
  • Aufbau eines molekulargenetischen Labors.

Neben der Erfüllung dieser technischen/sachlichen Voraussetzungen steht im Zentrum unserer Praxis/Laborphilosophie für uns der Leitsatz:

“… der bedeutendste Mensch ist der, der Dir gegenüber steht. …”
(Meister Eckehardt)

Dabei ist es unerheblich, ob dieser Mensch uns direkt gegenüber steht, ob er am Telefon, ob er Patient oder Überweiser ist; es ist auch unerheblich, ob uns “nur” ein Teil von ihm, z.B. in Form von Blut oder Fruchtwasser, erscheint. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine konsequente Verfolgung des Dienstleistungsprinzips erforderlich. Das Wesen dieses Konzeptes besteht darin, das Positive zu verstärken und das Negative zu verändern.

Seit März 2007 haben wir ein Qualitätsmanagement eingeführt und sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008. Qualitätsmanagement bedeutet für uns die kontinuierliche Verbesserung aller Einzelleistungen in allen Bereichen des Unternehmens unter Beteiligung aller Mitarbeiter.

Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche und Schaffung von größtmöglicher Transparenz ermöglichen wir:

  • Kontinuierlich unser Leistungsangebot und die zu ihrer Erbringung notwendigen Voraussetzungen mit den Marktanforderungen abzugleichen.
  • Der “Verkrustung” von Strukturen, Prozessen sowie Denk- und Verhaltensweisen innerhalb des Praxis-/Laborteams entgegenzuwirken.
  • Grundsätzlich die Entstehung von “Betriebsblindheit” und das “Ausruhen auf den Lorbeeren” zu verhindern.
  • Die Fehlerquellen, die in Praxen und Laboren anzutreffen sind, aus eigener Kraft zu beseitigen bzw. Fehler zu vermeiden, bevor sie auftreten.

Neben der Erfüllung der Patienten- und Überweiserwünsche steht gleichberechtigt die Erhaltung und Steigerung des Arbeitsklimas und die Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, durch Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau, größtmögliche Orientierung an Patienten- und Überweisererwartungen sowie Aufrechterhaltung und Steigerung von Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiter, die Effizienz unserer Arbeit zu steigern.